Was ist eine Webanwendung, und wann brauchen Sie eine?
Eine Webanwendung ist Software, die Sie im Browser nutzen, ohne etwas zu installieren. Sie melden sich an und arbeiten mit Daten: Sie planen, erfassen, bestellen, geben frei. Das ist der Unterschied zu einer Website, die vor allem informiert. Webmail, Online-Banking und ein Buchungssystem sind Webanwendungen. Ein Unternehmen braucht eine, wenn mehrere Personen mit denselben Daten arbeiten müssen und Excel oder E-Mail dafür nicht mehr ausreichen.
Website, Webanwendung oder App: der Unterschied
- Eine Website erzählt, wer Sie sind und was Sie tun. Der Besucher liest und nimmt höchstens Kontakt auf.
- Eine Webanwendung lässt Menschen arbeiten. Sie melden sich an, und was sie tun, wird gespeichert. Die Anwendung läuft auf einem Server und ist von jedem Gerät mit einem Browser erreichbar.
- Eine App wird aus dem App Store oder Play Store installiert. Nötig, wenn Sie Kamera, Benachrichtigungen oder Offline-Betrieb wirklich nutzen. Die Unterscheidung ist ausgearbeitet in Native App oder Web-App.
Die Grenze ist nicht scharf. Ein Webshop ist eine Website mit einer Webanwendung dahinter, und ein Kundenportal beginnt oft als geschützter Bereich der Website.
Beispiele aus einem gewöhnlichen Unternehmen
- Planung: wer wann zu welchem Kunden fährt, mit einer Übersicht, die alle gleichzeitig sehen.
- Aktenverwaltung: alles zu einem Kunden oder einem Projekt an einem Ort, statt verstreut über Ordner und Postfächer.
- Ein Kundenportal: Kunden sehen selbst ihre Bestellungen, Dokumente oder Termine. Wann sich das lohnt, lesen Sie in Ein Kundenportal: Wann lohnt es sich?
- Angebote und Rechnungen: erstellt aus Daten, die Sie bereits haben, statt jedes Mal neu getippt.
- Erfassungen vor Ort: Arbeitsscheine, Aufmaße oder Kontrollen, auf einem Tablet ausgefüllt und sofort im Büro verfügbar.
Die Vorteile gegenüber installierter Software
- Nichts zu installieren. Ein neuer Mitarbeiter bekommt einen Login und kann loslegen.
- Eine Version für alle. Eine Anpassung steht sofort bei allen Nutzern bereit.
- Funktioniert auf jedem Gerät: Computer, Tablet und Smartphone, im Büro und unterwegs.
- Ein Ort, an dem die Daten liegen, mit einem Backup und einer Stelle, an der der Zugriff geregelt wird.
Und die Nachteile
Eine Webanwendung braucht eine Internetverbindung. Für Arbeit an Orten ohne Empfang ist das ein echter Einwand, und dann kommt eine App mit Offline-Betrieb ins Spiel. Und weil die Daten auf einem Server liegen, ist die Frage, wo dieser Server steht und wer ihn betreibt, kein Detail. Fragen Sie nach, erst recht, wenn es um Kundendaten geht.
Standardpaket oder Webanwendung nach Maß?
Für allgemeine Probleme wie Buchhaltung oder E-Mail gibt es gute Standardsoftware, und Individualsoftware ist dort Geldverschwendung. Eine Webanwendung nach Maß lohnt sich, wenn Ihre Arbeitsweise von dem abweicht, was Pakete voraussetzen, und Sie beginnen, die Arbeit um die Software herum zu organisieren: Exporte, die Sie von Hand zusammenführen, Daten, die Sie zweimal eintippen. Die Abwägung steht in Standardsoftware oder Individualsoftware.
Was bestimmt den Preis einer Webanwendung?
- Die Anzahl der Bildschirme und Rollen: wer was sehen und tun darf.
- Die Anbindungen an Systeme, die Sie bereits nutzen.
- Wie viele bestehende Daten übernommen werden müssen und in welchem Zustand sie sind.
- Die Wartung nach der Auslieferung.
Ein Betrag ohne Gespräch sagt nichts aus, aus demselben Grund wie bei einer App. Beginnen Sie mit der kleinsten Version, die wirklich brauchbar ist, und erweitern Sie danach.
Häufig gestellte Fragen
Ist eine Webanwendung sicher?
Das hängt davon ab, wie sie gebaut und betrieben wird, nicht davon, dass sie im Browser läuft. Eine verschlüsselte Verbindung, eine solide Anmeldung, Rechte pro Nutzer, Updates und Backups gehören standardmäßig dazu. Fragen Sie, wer dafür verantwortlich ist.
Lässt sich eine Webanwendung auf dem Smartphone nutzen?
Ja. Eine gut gebaute Webanwendung passt sich dem Bildschirm an. Für viele Anwendungen macht das eine eigene App überflüssig.
Wem gehören die Daten und die Software?
Das legen Sie vorab fest. Bei Individualsoftware sollten Sie wissen, wem der Quellcode gehört und ob Sie damit zu einem anderen Anbieter wechseln können. Siehe Bleibt Software, die Sie bauen lassen, Ihr Eigentum?
Wie es weitergeht
Wir bauen Webanwendungen nach Maß für Ihren Geschäftsprozess, angebunden an das, was Sie heute schon nutzen. Wie das abläuft, lesen Sie auf Individualsoftware. Oder schildern Sie uns Ihre Situation über Kontakt.